Infothek » im Überblick

Denken Sie an den Spruch: „Vor dem Richter und auf hoher See sind wir in Gottes Hand". Unser Antrieb ist es, Sie vor "Schiffbruch" im Familienrechtsstreit zu bewahren. Dafür haben wir die >> Infothek << geschrieben.

» Ziel der Infothek


Sie ist ein Wissensschatz für die familienrechtliche Praxis, den Sie in der fachlichen Tiefe und systematischen Darstellung - frei zugänglich - nirgendwo sonst im Internet finden werden.

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Themen
Leitfäden

Keine Trennung und Scheidung gleicht der anderen. Die Problemlagen sind so vielschichtig, wie es Erscheinungsbilder des familiären und ehelichen Zusammenlebens gibt. Jeder Fall ist individuell. Es lassen sich allenfalls ähnliche Problemlagen typisieren, die gleich gelagerte Fragestellungen aufwerfen. Die Problemlagen ergeben sich aus der familiären Rolle, die man in der auseinander fallenden Familienstruktur eingenommen hat. Unternehmerehen, Eltern oder Immobilienbesitzer machen jeweils spezifische Beratungsansätze und rechtliches Management bei Trennung und Scheidung erforderlich. Unsere Infothek hat zum > Ziel, Sie besser und informierter auf einen > Familienrechtsstreit vorzubereiten. Je nach Rolle, in der der Betroffenen steckt, haben wir zu den Themen praxisgerechte > Leitfäden kreiert.

» Was können wir persönlich für Sie tun?

 

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Systematischer Standort

Die > Themenschwerpunkte unserer > umfangreichen Infothek sind nach > Leitfäden gegliedert. Diese bestehen aus Unter-Seiten zum Themenbereich, die zu einem "roten Faden" miteinander und verlinkt wurden. Den roten Faden finden Sie in der Rubrik "Standort" auf jeder Seite. Damit können Sie zwischen den Unter-Seiten eines Leitfadens navigieren. Ihr aktueller systematischer Standort ist schwarz markiert. Auf jeder Unter-Seite finden Sie Wegweiser zur Vertiefung von Detailfragen. Gedanklich geordnet und schnell finden Sie Wege zum Ziel Ihrer gewünschten Information.

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Familienrecht
in Europa

Europäische Menschenrechtskonvention
Art. 8 EMRK


1. Anders als Art. 6 Abs. 1 GG schützt > Art. 8 EMRK nicht Ehe und Familie, sondern das Familienleben. Geschützt wird die tatsächlich gelebte Familie, also Beziehungen, in denen Partner zusammenleben und füreinander einstehen wollen, sowie die Beziehungen zwischen Kindern und ihren engsten Bezugspersonen.

2. Für solche Familienbeziehungen muss der Staat einen angemessenen rechtlichen Rahmen zur Verfügung stellen, wie er es etwa mit dem Angebot einer eingetragenen rechtlichen Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare tun kann. Während Grund- und Menschenrechte traditionell als reine Abwehrrechte gegen den Staat begriffen werden, handelt es sich hier um eine positive Verpflichtung. Der Staat muss tätig werden, um passende Rechtsregime zu schaffen, in denen Familienbeziehungen gelebt werden können (sog. „Bereitstellungsfunktion des Rechts“).

3. Das Familienrecht ist damit kein Instrument zur Durchsetzung normativer Leitbilder wie etwa dem der traditionellen Familie. Die EMRK fordert vielmehr eine liberale, freiheitliche Ordnung, in der der Staat den Einzelnen die Möglichkeit gibt, ihre Familienbeziehungen zu leben und zu entfalten. Im transeuropäischen Kulturkampf zwischen Liberalität und Tradition steht der > EGMR damit unbeirrt und unaufgeregt zum liberalen Grundkonzept der EMRK.

(Quelle: Prof. Dr. Robert Uerpmann-Wittzack, maîtrise en droit (Aix-Marseille III), Universität Regensburg)